Meilenstein bei der chemischen Untersuchung superschwerer Elemente erreicht

Erste Verbindung zwischen einem superschweren Element und Kohlenstoff hergestellt – Effekt der Relativitätstheorie auf die Chemie kann nun genauer untersucht werden
Dr. Julia Even vom HIM Mainz und Dr. Hiromitsu Haba von RIKEN, Wako, Japan bereiten den mit Gas gefüllten GARIS-Separator (oben rechts) für die Ankopplung der Kammer vor, die die Schnittstelle zur Chemieapparatur bildet (unten Mitte). Quelle: HIM

Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Forschergruppen aus Mainz und Darmstadt ist am japanischen RIKEN Nishina Center die Synthese einer neuen Klasse chemischer Verbindungen superschwerer Elemente gelungen. Diese beinhalten erstmals eine chemische Bindung zwischen einem superschweren Element – hier dem Seaborgium (Element 106) – und Kohlenstoffatomen. Achtzehn Seaborgium-Atome reagierten mit Kohlenstoffmonoxid zu Seaborgiumhexacarbonyl, in welchem sechs Kohlenstoffmonoxid-Moleküle an das Seaborgium binden.

Helmholtz-Institut feiert Richtfest

10. Juli 2014
Helmholtz-Institut Mainz Richtifest
(v.l.) LBB-Geschäftsführer Holger Basten, Landtagsabgeordnete Dorothea Schäfer, HIM-Direktor Univ.-Prof. Dr. Frank Maas, Universitätspräsident Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch und Finanzminister Dr. Carsten Kühl. Foto: Stefan F. Sämmer

Am 10. Juli  wurde an der Mainzer Johannes Gutenberg-Uni das Richtfest für den Neubau des „Helmholtz-Instituts“ gefeiert. Der Rheinland-Pfälzische Finanzminister Carsten Kühl sagte in seinem Grußwort: „Das Gebäude steht an einer städtebaulich herausragenden Stelle, die seine Bedeutung für die Forschungslandschaft der Johannes Gutenberg-Universität angemessen unterstreicht. Der Neubau umfasst eine Hauptnutzfläche von rund 3.600 Quadratmetern. Die reinen Baukosten des Neubaus HIM betragen 26,82 Millionen Euro, zuzüglich der Kosten für die Ersteinrichtung und die Großgeräte werden rund 35 Millionen Euro investiert.“

Alaa Dbessyi erhält Forschungsförderung

Postdoktoranden-Programm der Helmholtz-Gemeinschaft
Quelle: privat

In den nächsten drei Jahren erhält Dr. Alaa Dbessyi 300 000 Euro im Rahmen des Postdoktoranden-Programms der Helmholtz-Gemeinschaft. Der Kernphysiker kann damit sein Forschungsprojekt finanzieren, bei dem es um die Untersuchung der Protonen- und Neutrone geht. Dr. Alaa Dbessyi ist einer von 20 frisch promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die bei ihrem Einstieg in die Postdoc-Phase von der Helmholtz-Gemeinschaft unterstützt werden. Herr Dbessyi wechselt für sein Forschungsprojekt von der Université Paris Sud 11 an das Helmholtz-Institut Mainz (HIM), einer gemeinsamen Einrichtung der GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.

Magnetisches Moment des Protons mit unvergleichlich hoher Genauigkeit gemessen

Physikern gelingt erste hochpräzise direkte Messung einer fundamentalen Eigenschaft des Protons
Ergebnisse liefern Beitrag zum Verständnis der Materie-Antimaterie-Asymmetrie
Die Doppel-Penningfalle, in der das Proton dreizehn Monate gefangen gehalten wurde. Foto: Holger Kracke

Eines der großen Rätsel in der Physik ist das Ungleichgewicht zwischen Materie und Antimaterie in unserem Universum. Bislang ist unklar, weshalb sich nach dem Urknall Materie und Antimaterie nicht vollständig gegenseitig vernichtet haben, sondern ein Überschuss an Materie und damit die uns bekannte Welt entstanden ist. Physikalische Experimente an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) und dem Helmholtz-Institut Mainz haben nun eine Lösung dieses Problems nähergebracht. Dabei ist es zum ersten Mal gelungen, das magnetische Moment des Protons direkt mit höchster Präzision zu messen. Das magnetische Moment ist eine fundamentale Eigenschaft von Protonen, jenen Teilchen, die zusammen mit Neutronen den Atomkern bilden.

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