Giersch-Excellence Award 2015 für Paul Scharrer

Paul Scharrer in front of the gas-stripper section of the UNILAC
Paul Scharrer in front of the gas-stripper section of the UNILAC. Foto: Ch. Düllmann/GSI

Paul Scharrer, Doktorand in der Forschungssektion SHE Chemie am Helmholtz-Institut Mainz (HIM), wurde mit einem "Giersch Excellence Award" für herausragende wissenschaftliche Arbeit der letzten Jahren ausgezeichnet und wird in die Graduiertenschule Giersch aufgenommen.

Das Thema seiner Doktorarbeit ist die Untersuchung von Elektronenabstreifprozessen (Stripping) beim Durchgang von Schwerionen mittlerer Geschwindigkeit durch gasförmige Medien. Das Verständnis solcher Prozesse ist eine wesentliche Grundlage für die Untersuchung superschwerer Elemente in gasgefüllten Separatoren, wie TASCA bei GSI, an dem die Elemente 114, 115 und 117 untersucht, sowie empfindliche Suchexperimente nach den neuen Elementen 119 und 120 durchgeführt wurden.

Erstmalige Messung einer der grundlegenden atomaren Eigenschaften von Element 103, Lawrencium

QUELLE: NATUR MAGAZIN
Source: Nature Magazine

Die dramatischste moderne Veränderung von Mendelyevs Periodensystem erfolgte im Jahre 1944, als Glenn T. Seaborg eine neue Reihe von Elementen, die Actinide (Elemente 89-103) unterhalb der Lanthaniden einordnete.

In dieser Ausgabe von Nature berichten wir über die erstmalige Messung einer der grundlegenden atomaren Eigenschaften von Element 103, Lawrencium, nämlich seines ersten Ionisations-potenzials. Lawrencium ist nur in Form kurzlebiger Isotope, die in Einzelatom-Synthesen an Schwerionenbeschleunigern produziert werden können, verfügbar. Deshalb gibt es nur wenige experimentelle Untersuchungen seiner Eigenschaften.

Meilenstein bei der chemischen Untersuchung superschwerer Elemente erreicht

Erste Verbindung zwischen einem superschweren Element und Kohlenstoff hergestellt – Effekt der Relativitätstheorie auf die Chemie kann nun genauer untersucht werden
Dr. Julia Even vom HIM Mainz und Dr. Hiromitsu Haba von RIKEN, Wako, Japan bereiten den mit Gas gefüllten GARIS-Separator (oben rechts) für die Ankopplung der Kammer vor, die die Schnittstelle zur Chemieapparatur bildet (unten Mitte). Quelle: HIM

Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Forschergruppen aus Mainz und Darmstadt ist am japanischen RIKEN Nishina Center die Synthese einer neuen Klasse chemischer Verbindungen superschwerer Elemente gelungen. Diese beinhalten erstmals eine chemische Bindung zwischen einem superschweren Element – hier dem Seaborgium (Element 106) – und Kohlenstoffatomen. Achtzehn Seaborgium-Atome reagierten mit Kohlenstoffmonoxid zu Seaborgiumhexacarbonyl, in welchem sechs Kohlenstoffmonoxid-Moleküle an das Seaborgium binden.

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