Erstmalige Messung einer der grundlegenden atomaren Eigenschaften von Element 103, Lawrencium

QUELLE: NATUR MAGAZIN
Source: Nature Magazine

Die dramatischste moderne Veränderung von Mendelyevs Periodensystem erfolgte im Jahre 1944, als Glenn T. Seaborg eine neue Reihe von Elementen, die Actinide (Elemente 89-103) unterhalb der Lanthaniden einordnete.

In dieser Ausgabe von Nature berichten wir über die erstmalige Messung einer der grundlegenden atomaren Eigenschaften von Element 103, Lawrencium, nämlich seines ersten Ionisations-potenzials. Lawrencium ist nur in Form kurzlebiger Isotope, die in Einzelatom-Synthesen an Schwerionenbeschleunigern produziert werden können, verfügbar. Deshalb gibt es nur wenige experimentelle Untersuchungen seiner Eigenschaften.

Meilenstein bei der chemischen Untersuchung superschwerer Elemente erreicht

Erste Verbindung zwischen einem superschweren Element und Kohlenstoff hergestellt – Effekt der Relativitätstheorie auf die Chemie kann nun genauer untersucht werden
Dr. Julia Even vom HIM Mainz und Dr. Hiromitsu Haba von RIKEN, Wako, Japan bereiten den mit Gas gefüllten GARIS-Separator (oben rechts) für die Ankopplung der Kammer vor, die die Schnittstelle zur Chemieapparatur bildet (unten Mitte). Quelle: HIM

Einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Forschergruppen aus Mainz und Darmstadt ist am japanischen RIKEN Nishina Center die Synthese einer neuen Klasse chemischer Verbindungen superschwerer Elemente gelungen. Diese beinhalten erstmals eine chemische Bindung zwischen einem superschweren Element – hier dem Seaborgium (Element 106) – und Kohlenstoffatomen. Achtzehn Seaborgium-Atome reagierten mit Kohlenstoffmonoxid zu Seaborgiumhexacarbonyl, in welchem sechs Kohlenstoffmonoxid-Moleküle an das Seaborgium binden.

Helmholtz-Institut feiert Richtfest

10. Juli 2014
Helmholtz-Institut Mainz Richtifest
(v.l.) LBB-Geschäftsführer Holger Basten, Landtagsabgeordnete Dorothea Schäfer, HIM-Direktor Univ.-Prof. Dr. Frank Maas, Universitätspräsident Univ.-Prof. Dr. Georg Krausch und Finanzminister Dr. Carsten Kühl. Foto: Stefan F. Sämmer

Am 10. Juli  wurde an der Mainzer Johannes Gutenberg-Uni das Richtfest für den Neubau des „Helmholtz-Instituts“ gefeiert. Der Rheinland-Pfälzische Finanzminister Carsten Kühl sagte in seinem Grußwort: „Das Gebäude steht an einer städtebaulich herausragenden Stelle, die seine Bedeutung für die Forschungslandschaft der Johannes Gutenberg-Universität angemessen unterstreicht. Der Neubau umfasst eine Hauptnutzfläche von rund 3.600 Quadratmetern. Die reinen Baukosten des Neubaus HIM betragen 26,82 Millionen Euro, zuzüglich der Kosten für die Ersteinrichtung und die Großgeräte werden rund 35 Millionen Euro investiert.“

Seiten

Helmholtz-Institut Mainz RSS abonnieren